Bilder der Atlantikküste von Marokko mit dem Smartphone

An den Strand mit Martin Parr: Life’s a beach

Martin Parr zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Welt. Er gilt als brillanter Satiriker des Alltagslebens. Seine berühmtesten Werke entstanden auf Stränden. Strände haben für den Briten Martin Parr eine besondere Bedeutung: „Amerika hat die Strassen, in England haben wir Strände“. Seine Faszination für Strände führte ihn an Küsten rund um die Welt. Das Leben an Stränden in Brasilien, Argentinien, Italien, China, Mexico, Thailand, usw. wurden von Parr in wundervollen und witzigen Fotos festgehalten. Einige ausgewählte persönliche Lieblingsbilder kannst Du hier sehen. Pack die Badehose ein!

Von Andreas Lehner. Martin Parr zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Welt. Er gilt als brillanter Satiriker des Alltagslebens. Seine berühmtesten Werke entstanden auf Stränden. Strände haben für den Briten Martin Parr eine besondere Bedeutung: „Amerika hat die Strassen, in England haben wir Strände“. Seine Faszination für Strände führte ihn an Küsten rund um die Welt. Das Leben an Stränden in Brasilien, Argentinien, Italien, China, Mexico, Thailand, usw. wurden von Parr in wundervollen und witzigen Fotos festgehalten. Einige ausgewählte persönliche Lieblings-Strandbilder kannst Du hier sehen. Pack die Badehose ein!

Mehr von Martin Parr findest Du hier: http://www.martinparr.com/

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Alle Fotos von Martin Parr Life’s a beach © Martin Parr/Magnum Photos

Sizilien mit der Smartphone-Kamera

Ein rotes Rinnsal fliesst zum Gulli. Frisches Blut tropft vom Metalltisch. Aus dem alten Fiat klingt sizilianische Volksmusik, wie die auf der Hochzeit des Paten. Dazu hämmert der dickbäuchige Mann mit riesigem Messer auf den Metalltisch. Kleine Stückchen Fleisch und feine Spritzer Blut fliegen durch die Luft und werden von der schwarzweiss gefleckten Katze geschickt mit der Tatze abgefangen. Ein Festmahl. Der dickbäuchige Mann wischt die blutigen Hände in seine Hose, richtet den Blick auf mich und ruft entschlossen „Der Nächste bitte!?“. „Da dada Danke. Ich habe nur geschaut“ und verzieh mich in die nächste ruhige Seitengasse.

Ein rotes Rinnsal fliesst zum Gulli. Frisches Blut tropft vom Metalltisch. Aus dem alten Fiat klingt sizilianische Volksmusik, wie die auf der Hochzeit des Paten. Dazu hämmert der dickbäuchige Mann mit riesigem Messer auf den Metalltisch. Kleine Stückchen Fleisch und feine Spritzer Blut fliegen durch die Luft und werden von der schwarzweiss gefleckten Katze geschickt mit der Tatze abgefangen. Ein Festmahl. Der dickbäuchige Mann wischt die blutigen Hände in seine Hose, richtet den Blick auf mich und ruft entschlossen „Der Nächste bitte!?“. „Da dada Danke. Ich habe nur geschaut“ und verzieh mich in die nächste ruhige Seitengasse.

Text und Fotos: Andreas Lehner

Der Obstgarten der Sowjetunion – Heute: Republik Moldau

Von Maya Kristin Schönfelder. „Obstgarten der Sowjetunion“, so nannte man Moldau früher. Nicht umsonst. 80 Prozent der Fläche sind Kulturland. So sieht es auf dem Markt von Chişinău dann auch aus. Rot und grün und gelb leuchtet das Sauergemüse in großen Gläsern. Ein Mann erzählt mir, dass er seinen Freunden in Frankfurt/Main aller paar Monate eine Kiste davon mit dem Bus schickt – denn solch eine Qualität könnten die in Deutschland nicht kaufen. (Das stimmt.) Und in den vielen Fastenzeiten, die es in der orthodoxen Kirche gibt, sei Sauergemüse wichtig. Klar, wenn man Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und was weiß ich noch nicht essen darf.

Als Hobbyköchin bin ich beeindruckt von der Sortenvielfalt. Ein halbes Dutzend Sorten Zwiebeln locken neben ganz unterschiedlich aussehenden Gurken und Tomaten zum Kauf. Ich staune über meterlange Auslagen von Kräutern, die man in Deutschland nur noch aus Büchern kennt. Das skurrilste Bild für mich ist ein Mann, der in Gummistiefeln und mit einem Kescher auf einem Tankwagen herumklettert. Im Minutentakt fischt er lebende Fische für die Kundschaft heraus und wirft sie mit Schwung nach unten, wo ein weiterer Verkäufer die Fische mit einem Eimer auffängt.

Wer sich jetzt ob der vermeintlichen Hygieneprobleme windet: Vom Markt in Chişinău kann sich mancher deutsche Supermarkt eine Scheibe abschneiden. Hier wird stets und ständig geputzt, geräumt, poliert, gefegt – genau wie im Rest der Stadt, wo eigentlich den ganzen Tag das schlurrende Geräusch von Reisigbesen zu hören ist, beginnend morgens ab fünf. Ich weiss das, denn um etwas von der Stadt zu sehen, stehe ich jeden Morgen vor Tau und Tag auf. Begleitet mich auf einen visuellen Rundgang durch das Markttreiben von Chișinău.

Von Maya Kristin Schönfelder

„Obstgarten der Sowjetunion“, so nannte man Moldau früher. Nicht umsonst. 80 Prozent der Fläche sind Kulturland. So sieht es auf dem Markt von Chişinău dann auch aus. Rot und grün und gelb leuchtet das Sauergemüse in großen Gläsern. Ein Mann erzählt mir, dass er seinen Freunden in Frankfurt/Main aller paar Monate eine Kiste davon mit dem Bus schickt – denn solch eine Qualität könnten die in Deutschland nicht kaufen. (Das stimmt.) Und in den vielen Fastenzeiten, die es in der orthodoxen Kirche gibt, sei Sauergemüse wichtig. Klar, wenn man Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und was weiß ich noch nicht essen darf.

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Dima Zverevs: Russian Winter

Der Mai ist jener Monat, in dem der Winter noch einmal zurückschlägt. In Mitteleuropa sorgen die sogenannten Eisheiligen dafür, so die Bauernregel. In Russland ist das, zumindest visuell auf rundenreisen.org, Dima Zverev. Die Fotogallerie zeigt atemberaubende Fotos äußerst unangenehmer Wetterbedingungen. Warm anziehen für „Dima Zverevs: Russian Winter“.

Der Mai ist jener Monat, in dem der Winter noch einmal zurückschlägt. In Mitteleuropa sorgen die sogenannten Eisheiligen dafür, so die Bauernregel. In Russland ist das, zumindest visuell auf rundenreisen.org, Dima Zverev. Die Fotogalerie zeigt 15 atemberaubende Fotos äußerst unangenehmer Wetterbedingungen. Warm anziehen für  „Dima Zverevs: Russian Winter“.

Dima Zverev ist Fotograf aus Moskau und zeigt nahezu täglich faszinierende Bilder aus Russland, Moskau und vielen anderen Ländern dieser Welt. Die Fotogallerie ist eine kleine Auswahl seiner Winterserie. Mehr von Dima auf https://www.facebook.com/dima.zverev.7

Copyright Fotos: Dima Zverev

Chișinău, Moldawien. Andy’s Pizza und das lächelnde Billboard-Model

„Ich mag Andy‘s Pizza nicht. Andy‘s Pizza war der erste Pizza-Zustelldienst hier in Chişinău. Ich war Student und war viel und gerne zu Hause und jeden Tag wurde eine Bestellung geliefert. Ich hab genug davon. Nie wieder!“, versucht uns Dimitri, den wir zufällig getroffen haben, die Lokalkette wenig schmackhaft zu machen. Wir gehen trotzdem hin. Wir reisen schließlich nach zwei Tagen wieder ab, und vertragen somit ohne Probleme einen dritten Besuch. Nicht, weil Andy’s Pizza so gut ist, sondern weil er sich durch seine häufige und vertraut erscheinende Präsenz aufdrängt für Touristen, die sich ohne Vorbereitung durch die Stadt treiben lassen. Das Restaurant könnte in jeder anderen Stadt dieser Welt sein……..Wir schlendern durch ein Marktviertel Chişinăus. Am Rand der Fußwege stehen ältere Frauen Reih an Reih, so als würden sie Spalier stehen. Ihr Blick ist starr nach vorne gerichtet. Stumm bewerben sie Kleidungsstücke aller Art. In der linken Hand eine rote Übergangsjacke, in der rechten, zwei weiße Herrenhemden. Eine schwarz-rot gemusterte Strickweste, eine beige Bundfaltenhose. Eine graues und dunkelgraues Sakko, ein schwarzer Rock. Jene, deren Geschäft bereits grösser ist, präsentieren ihre Ware auf Kartons oder kleinen Klapptischen oder an in einen Baum geschlagene Karabinerhaken.

Von Andreas Lehner

„Ich mag Andy‘s Pizza nicht. Andy‘s Pizza war der erste Pizza-Zustelldienst hier in Chişinău. Ich war Student und war viel und gerne zu Hause und jeden Tag wurde eine Bestellung geliefert. Ich hab genug davon. Nie wieder!“, versucht uns Pjotr, den wir zufällig getroffen haben, die Lokalkette wenig schmackhaft zu machen. Wir gehen trotzdem hin. Wir reisen schließlich nach zwei Tagen wieder ab, und vertragen somit ohne Probleme einen dritten Besuch. Nicht, weil Andy’s Pizza so gut ist, sondern weil er sich durch seine häufige und vertraut erscheinende Präsenz aufdrängt für Touristen, die sich ohne Vorbereitung durch die Stadt treiben lassen. Das Restaurant könnte in jeder anderen Stadt dieser Welt sein. Wien, Berlin, Mexico City oder Moskau oder Bukarest. Pizza, Pasta, Steaks, Kellner in uniformierten dunklen Hosen und braun gestreiften Hemden, Kellnerinnen in schwarzen Röcken und braun gestreiften Blusen und die Haare nach hinten zusammengebunden, die Hände vor dem Körper verschränkt ineinander gelegt. Eine Pose, die wohl in der Personal-Einschulung eingeübt wurde, und dann anzuwenden ist, wenn gerade nichts zu tun ist. An den Wänden hängen Fotos von Caruso, Fotos von Venedig und Fotos vom Trevi-Brunnen aus Fellinis „La Dolce Vita“. Der einzige Indikator in Moldawien zu sein, sind die osteuropäischen Musikvideos, die in höchstem Farbkontrast auf den gestochen scharfen Flatscreens laufen, allerdings ganz ohne Ton.

Wir schlendern durch ein Marktviertel Chişinăus. Am Rand der Fußwege stehen ältere Frauen in einer Reihe, so als würden sie Spalier stehen. Ihr Blick ist starr nach vorne gerichtet. Stumm bewerben sie Kleidungsstücke aller Art. In der linken Hand eine rote Übergangsjacke, in der rechten, zwei weiße Herrenhemden. Eine schwarz-rot gemusterte Strickweste, eine beige Bundfaltenhose. Ein graues und dunkelgraues Sakko, ein schwarzer Rock. Jene, deren Geschäft bereits größer ist, präsentieren ihre Ware auf Kartons oder kleinen Klapptischen oder an in einen Baum geschlagene Karabinerhaken. Die Waren sind mit handgeschriebenen Preisschildern versehen. Es herrscht reges Treiben in diesen Straßen. Zwischen Kaufinteressierten, die Preise verhandeln und sich über die Ware informieren, mischen sich Fußgänger, die sich eilig ihren Weg durch das Getümmel suchen. An der großen Kreuzung lächelt genügsam ein blondes Model für Kosmetikwerbung von einem Billboard. Ihre Hand streicht durch ihr gelocktes, langes, üppiges Haar, das mit weit geöffneten, violetten Blüten geschmückt ist. Es scheint als richte sie ihren Blick vom Billboard direkt nach unten auf die Straße, dorthin, wo die alten Frauen in gebückter Haltung auf kleinen Klappstühlen sitzen und darauf warten, bis jemand eine Möhre oder einen Bund Kräuter kauft.

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Detroit – Urbane Wüste

Von Aydin Memioglu, Andreas Lehner

Detroit verlor zwischen 1950 und 2008 58% der Bevölkerung. 2012 lebten 1/3 der Bevölkerung in Armut. Detroits durchschnittliches Familieneinkommen ist nur halb so hoch wie der amerikanische Durchschnitt. 2008 hatte Detroit eine Mordrate die zehnmal höher war als die in New York. 2009 betrug die Arbeitslosenrate in Detroit 25%. [1]

Läuft man 2014 durch die Straßen Detroits spiegelt das Stadtbild die erschreckenden statistischen Daten wieder. Verfallene Häuser, leergefegte Strassen, weite brachliegende Flächen, die sich die Natur längst wieder zurückgeholt hat. Urbane Wüste. Aydin Memioglu besuchte die Stadt und traf keine Menschenseele. Eine dystopisch anmutende Bildergalerie.

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