Condorcanqui – Auf den Spuren von Mario Vargas Llosa

Unterwegs in der völlig untouristischen peruanischen Urwaldprovinz Condorcanqui folge ich den Spuren des peruanischen Literaturnobelpreisträgers Mario Vargas Llosa, der die Gegend in den 1950er Jahren bereiste. Die Region ist voll von abgelegenen Indianerdörfern. Die jüngere Vergangenheit ist turbulent: Erst 2009 gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Ureinwohnern und Polizei bzw. Militär, der sogenannte „Baguazo“. 1995 erlangte die Region nationale Bekanntheit durch einen Grenzkonflikt mit Ecuador (Cenepa-Krieg, Namensgeber war der Fluss Cenepa). Das „urbane“ Zentrum und Ausgangspunkt für Reisen zu entlegenen Orten ist Santa Maria de Nieva. Jenes „Santa Maria de Nieva“, das Mario Vargas Llosa in seinem Roman „La Casa Verde“ („Das grüne Haus“) als abgelegenes und vergessenes Amazonaskaff beschrieb. Mich interessiert, wie sich Santa Maria de Nieva im Jahr 2014 präsentiert und versuche Zeitzeugen des „Baguazo“ zu finden. Es ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise mit bewegenden und konfliktgeladenen Geschichten.

Santa Maria de Nieva

Von Michael Stöger

Unterwegs in der völlig untouristischen peruanischen Urwaldprovinz Condorcanqui folge ich den Spuren des peruanischen Literaturnobelpreisträgers Mario Vargas Llosa, der die Gegend in den 1950er Jahren bereiste. Die Region ist voll von abgelegenen Indianerdörfern. Die jüngere Vergangenheit ist turbulent: Erst 2009 gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Ureinwohnern und Polizei bzw. Militär, der sogenannte „Baguazo“. 1995 erlangte die Region nationale Bekanntheit durch einen Grenzkonflikt mit Ecuador (Cenepa-Krieg, Namensgeber war der Fluss Cenepa). Das „urbane“ Zentrum und Ausgangspunkt für Reisen zu entlegenen Orten ist Santa Maria de Nieva. Jenes „Santa Maria de Nieva“, das Mario Vargas Llosa in seinem Roman „La Casa Verde“ („Das grüne Haus“) als abgelegenes und vergessenes Amazonaskaff beschrieb. Mich interessiert, wie sich Santa Maria de Nieva im Jahr 2014 präsentiert und versuche Zeitzeugen des „Baguazo“ zu finden. Es ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise mit bewegenden und konfliktgeladenen Geschichten.

Inhaltsverzeichnis


Mario Vargas Llosa und sein Santa Maria de Nieva
Reisewarnungen
Tiefer Dschungel
Visual Voyage – Die Reise in Bildern
Landkarte
Fact Box

Mario Vargas Llosa und sein Santa Maria de Nieva

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20 h 30 min Busfahrt führen mich von Lima aus weit in den Nordosten Perus, nahe der Grenze zu Ecuador, ins geschäftige Jaén. Das Städtchen ist das Zentrum eines Kaffeeanbaugebietes, liegt durchaus ansehnlich auf ca. 740 m Höhe inmitten grüner Hügel und hat über 100.000 Einwohner. Es ist wirtschaftlich weit besser situiert als viele andere Städte im Nordosten Perus. Man erkennt es unter anderem daran, dass sich eine Vielzahl von Banken um den Hauptplatz angesiedelt hat und an den Warnungen der Einheimischen, die durchaus mit etwas Stolz auf die große Anzahl von Taschendieben in Jaén hinweisen. Von Jaén reise ich mit dem Sammeltaxi weiter nach Bagua, um dort frühmorgens auf eine Transportmöglichkeit nach Santa Maria de Nieva zu warten. 140 km schmale Asphaltstraße und 90 km Schotterpiste enden nach 5 h 30 min Fahrzeit im 4X4 Fahrzeug am Zielort Santa Maria de Nieva, Hauptstadt der Urwaldprovinz Condorcanqui.

Der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa beschreibt im Roman „La casa verde“ („Das grüne Haus“, erschienen 1966) Santa Maria de Nieva als Zentrum einer schwer zugänglichen Region. Die Bevölkerung ist eine Mischung aus Mestizen und verschiedensten indigenen Völkern (z.B. Awajun/Aguaruna, Wampis und Huambisa). So finde ich den Ort auch heute noch vor. Ich plane von Santa Maria de Nieva tiefer in den Urwald vorzudringen. Nieva liegt am Rio Maranón (einem der Quellflüsse des Amazonas), die Straßenverbindung endet hier am Fluss. Jegliche Weiterreise ist nur über den Fluss möglich. Ich erkundige mich bei den ortsansässigen Transportunternehmen über Bootsverbindungen und Reisebedingungen in andere Urwald-Dörfer: Huampani (wichtigste Gemeinde am Rio Cenepa), Puerto Galilea (wichtigste Gemeinde am Rio Santiago), San Lorenzo, etc.

Reisewarnungen

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Fidel, Boss eines Unternehmens, und seine Frau aus Lima, geben mir gerne Auskunft. Fidel scheint der perfekte Ratgeber über die Sicherheitslage der Region zu sein. Sein Leben klingt wie einem Abenteuerfilm entsprungen: Er wurde selbst als Indianer geboren und wuchs die ersten acht Jahre seines Lebens ohne Kontakt zur Außenwelt auf. Später nahm ihn der Vater, ein brasilianischer Mestize, bei seinen Geschäftsreisen über die Flüsse des Amazonasgebietes mit. Es wurde Tauschhandel mit den Ureinwohnern betrieben: Raubtierfelle gegen Gebrauchsgegenstände aus der Zivilisation. Heute studieren seine Kinder auf Privatuniversitäten in Lima, während er dem Amazonasgebiet verbunden blieb.

Mein nächster Schritt führt zum Kommandanten des lokalen Polizeipostens. Er bat darum, mich zu registrieren und erkundigt sich nach meinen Reiseplänen und Absichten. Grund ist zum einen der Schutz des Touristen, andererseits die Kontrolle, dass keine Kriminellen (Tropenholzhandel, Drogenhandel) in der Zone Fuß fassen. Er bestätigt die Warnungen zur Sicherheitslage in der Region, die bereits von Fidel und anderen Personen getätigt wurden.

Die Gegend am Rio Cenepa (Distriktshauptstadt Huampani und letzter Außenposten der zivilisierten Welt) wird nicht zum Besuch von Ausländern bzw. Mestizen angeraten, die Ureinwohner dort sollen in der Regel konservativer sein als die Indianer am Rio Santiago. Besser stellt sich die Lage am Rio Santiago dar (Distriktshauptstadt Puerto Galilea verwachsen mit dem letzten Mestizen-Dorf La Poza). Dies könne aber nur eine Empfehlung ohne Gewähr sein, die diversen Indianer-Gruppen sollen oft abweisend bzw. sehr wankelmütig, von einladend zu feindselig, sein.

Die indigenen Dörfer werden in der Regel vom Apu geführt. Wenn möglich sollte man mit Einheimischen aus der Region reisen. Als Standardregel gilt, dass man immer beim Apu vorstellig werden sollte, diesen über die Gründe des Besuchs informieren soll, respektvoll um Erlaubnis bitten – gibt der Apu das o. k., gibt es normalerweise keine Probleme mehr. Ich lerne zwei Apus im Office von Fidels Frau kennen.

Man erzählt vom Fall eines Deutschen, der vor ca. zwei Monaten mit wenigen Spanisch-Kenntnissen, eine indigene Gemeinde in der Nähe von Santa Maria de Nieva aufsuchte. Er wurde geschlagen, gefangen genommen, von den Indianern bedroht. Als der nicht anwesende Apu ins Dorf zurückkehrte, stellte er fest, dass es sich um einen harmlosen Touristen handelte, woraufhin er ihn befreite, ihm Speis und Trank und Bett in seiner Hütte anbot. Am nächsten Tag kehrte er so schnell wie möglich in die Zivilisation zurück. Der Deutsche hatte noch Glück im Unglück. Immer wieder gibt es Tote, wie etwa vor einigen Jahren eine Brigade von peruanischen Doktoren und Krankenschwestern. Sie wurden zu entlegenen Gemeinden am Rio Cenepa geschickt und sind nie wieder aufgetaucht.

Eruierte Transportmöglichkeiten: Es gibt täglich ein bis zwei Schnellboote nach La Poza (Puerto Galilea, Distriktshauptstadt am Santiago-Fluss) und ebenso mindestens ein Schnellboot nach Huampani (Distriktshauptstadt am Cenepa-Fluss). Dies stellt für Weiße und Mestizen so ziemlich das Ende der zivilisierten Welt dar. Einige Indianergemeinden sollen aber über Strom dank eines Solarzellen-Projektes verfügen. Von dort aus gestaltet sich die Weiterfahrt schwierig. Es gibt keine offiziellen Transportunternehmen, die regelmäßigen Personentransport anbieten. Es gibt nur mehr sporadische und teure Privatfahrten bzw. extrem langsamen Transport mit Peque Peque (motorisierte Kanus) von Dorf zu Dorf. Ebenso gibt es die Möglichkeit mit dem Auto nach Saramariza zu gelangen, um die gefährliche Bootsfahrt durch den Pongo de Manseriche zu vermeiden. Von dort aus kann der Marañon-Fluss weiter Richtung San Lorenzo und Iquitos bzw. Yurimaguas befahren werden. (Anmerkung des Autors: Als Pongos werden Stellen in der Ostkordillere der Anden genannt, durch welche sich u.a. die Quellflüsse des Amazonas ihren Weg hinab zum Amazonas bannen. Pongos sind oft schmale Durchfahrten umgeben von hohen Felswänden. Der Pongo de Manseriche ist vermutlich der bekannteste und berüchtigtste Pongo in Peru).

Ich entscheide mich für die Weiterreise nach La Poza.

Baguazo

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Vor meiner Weiterreise ergibt sich im Gespräch mit Fidel und der Hostalangestellten die Chance mehr Details zum „Baguazo“ zu erfahren.Unter dem „Baguazo“ versteht man schwere Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Indianergruppen (die gegen den Ausverkauf ihres ursprünglichen Siedlungsgebiets durch die peruanische Regierung an internationale Großkonzerne protestierten, u.a. an der Hauptstraße Chiclayo – Tarapoto) und der Polizei bzw. dem Militär im Juni 2009 im Nordosten Perus. Es werden 32 Polizisten und 41 Indianer getötet (einige Quellen sprechen von über 250 toten oder verschwundenen Indianern), mindestens 150 Indianer verletzt, 72 Personen verhaftet, viele (v.a. Indianer) bleiben bis heute spurlos verschwunden. Die genauen Zahlen an Toten und Verletzten variieren je nach Quelle stark, ebenso die Schuldzuweisungen, wer das Feuer eröffnete. Der peruanische Staat hat bis heute keine seriöse Aufarbeitung des Massakers durchgeführt, beteiligte Polizisten wurden nicht verurteilt, die Familien der getöteten Indianer bekamen vom Staat keine Unterstützung.

Viele Ureinwohner aus der Gegend um Santa Maria de Nieva (Rio Santiago, Rio Cenepa) nahmen an den Protesten bei Bagua (ca. 230 km von Nieva entfernt) teil, andere stationierten sich in Nieva, nahmen das Dorf für ca. zwei Monate bewaffnet mit Lanzen, Speeren und Flinten unter ihre Kontrolle und warteten die Entwicklung der weiteren Lage ab. Maskierte Indianer in Kriegsbemalung schüchterten die Dorfbewohner ein, raubten Verpflegung und plünderten Geschäfte. Als die Lage bei Bagua eskalierte, wollten die Indianer die Provinzhauptstadt Santa Maria de Nieva auslöschen und alle Bewohner töten. Angeblich waren die Häuser schon mit Benzin übergossen, bis buchstäblich in letzter Sekunde, durch eine List der Mestizen ein weiteres Massaker vermieden werden konnte. Unterstützung von außen bekam das abgelegene Dorf von den Staatsautoritäten laut Aussagen mehrerer Dorfbewohner nicht.

Tiefer Dschungel

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Chalupa ist die Bezeichnung für motorisierte Schnellboote. Eine dieser Chalupas wird mich nach La Poza, Puerto Galilea bringen. Wir schippern am Rio Marañon entlang, kurz vor dem berühmt berüchtigten Pongo deManseriche biegen wir in den Rio Santiago ein. Alle paar Kilometer befinden sich am Flussufer gelegene indigene Gemeinden (mehr als 50 Gemeinden, meist Awajun/Aguaruna oder Huambisa-Indianer). Manche davon sind vom Boot aus ersichtlich, andere wiederum gut versteckt im Schutze des Urwalds. Teils bestehen die Gemeinden nur aus einigen wenigen Hütten. Es gibt aber Ausnahmen, wie das kurz vor Puerto Galilea gelegene Indianer-Dorf Yutupis, welches an die 5.000 Einwohner aufweist.

Ich komme mit einem Mitfahrer ins Gespräch. Er ist Holzfäller, zeltet im tiefsten Urwald und schlägt dort Tropenhölzer, welche in den Fluss geworfen und per Boot eingesammelt werden. Das Leben so tief im Urwald und ohne ärztliche Versorgung ist nicht ungefährlich, v.a. Schlangenbisse sind ein ständiges Risiko. Wird man von einer Schlange gebissen, weiß sich mein Mitfahrer mit einer rustikalen Methode zu helfen: Mithilfe der Motorsäge und ein paar Kabeln wird Elektrizität auf die Bissstelle geleitet und so angeblich das Schlangengift neutralisiert. Einen Arzt braucht man nicht mehr, nach einem Ruhetag könne man wieder arbeiten.

Nach 3 h 40 min Fahrzeit landen wir im kilometerlang gezogenen Doppeldorf La Poza (Weiße, Mestizen) welches nahtlos ins größere Puerto Galilea (Indianer) übergeht. Die wenigen Geschäfte und Restaurants sowie drei Hostals befinden sich in La Poza. Es gibt Strom per Generator im Hotel von ca. 18.30h – 22.30h (einfaches Zimmer mit Privatbad; 30 Soles). Staatliche Einrichtungen wie das Rathaus und Puesto de Salud(Gesundheitsposten, angeblich Schlangenserum vorhanden) liegen allesamt in Puerto Galilea (Hauptstadt des Distriktes). Laut einem Bericht einer Untersuchungskommission im Jahr 2009 zum Massaker von Bagua gibt es in der gesamten Provinz Condorcanqui (17.865 qkm) nur ein Krankenhaus, vier medizinische Versorgungscenter, sechsundfünfzig Gesundheitsposten, sechs Ärzte, sechs Krankenschwestern und einen Zahnarzt. 76,3 % der Bevölkerung leben in Armut. Richter, Bank und Staatsanwalt gibt es bislang nicht in Puerto Galilea, werden sich aber vermutlich im Indianer-Dorf Yutupis ansiedeln. Der anscheinend nicht sehr modern denkende Bürgermeister von Puerto Galilealegt keinen Wert darauf diese Institutionen hier anzusiedeln, er verzichtete auch auf die Einführung eines Solarzellenprojektes zur Elektrifizierung der Gemeinde, wie mir einige Dorfbewohner erzählten.

Die Atmosphäre wirkt friedlich. Es gibt aber keinen Polizeiposten hier (der nächste liegt einige Stunden Schnellbootfahrt entfernt, das Militär ist aus strategischen Gründen hier positioniert, tut aber nix, es sei denn es wird der Notstand ausgerufen). Die Indianer haben Volksgerichte zur Bestrafung von Kriminellen (Strafen sollen sehr streng sein). Ich erfahre in Gesprächen, dass die scheinbar entspannte und freundliche Atmosphäre aufgrund eines kleinen Vorfalles (die Gründe sind oftmals für Weiße und Mestizen nicht nachvollziehbar) kippen und in aufgeheizte Stimmung, Hass und Rachegelüste umschlagen kann. In diesem Fall vergessen die Indianer großteils die Freundschaften zu den Colonos (Mestizen, Weiße) und allen, die nicht zu ihrem Volk gehören. Zusammenhalt wird demonstriert, Jeans und Handy abgelegt, die Kriegsbemalung angelegt und mit Speeren bewaffnet gegen den Übeltäter vorgegangen. So ein Vorfall kann z.B. ein Todesfall eines indianischen Patienten im Puesto de Salud (Gesundheitsposten) unter den Händen des Arztes sein (meist wird der Schamane aufgesucht, und nur wenn dieser nicht zu helfen weiß, wird der Arzt aufgesucht).

Bei Santa Maria de Nieva wurde mir ein weiterer Fall geschildert: Indianer stoppt Auto. Arbeiter einer Holzfabrik nehmen ihn mit. Bei Abhang versagen die Bremsen, das Auto kollidiert mit einem Baum. Es gibt einige Leichtverletzte. Der Indianer stirbt beim Aufprall. Daraufhin besetzen die Einheimischen das Holzfällercamp. Nach Zahlung von 35.000 Soles (ca. 10.000 Euro) wurde davon abgesehen, den Fahrer zu töten. Nach einigen Tagen kehren die Indianer zurück und bekräftigen, dass sie die Absicht haben die Schuldigen, trotz der Zahlung, zu töten. Daraufhin flüchten alle Arbeiter, die Fabrik wird verlegt und von nun an gibt es bei vielen Unternehmen ein Verbot indianische Autostopper mitzunehmen.

Condorcanqui – diese abgelegene Provinz war Schauplatz vieler tragischer Vorfälle. Im Jahr 1995 gab es z.B. im Gebiet des Rio Cenepa einen Grenzkonflikt mit Ecuador (Guerra del Cenepa, auf Deutsch: Cenepa-Krieg) mit über 200 Toten. Ein weiterer tragischer Vorfall passierte am 24. November 2014 (ebenso am Rio Cenepa), als ein Militäroffizier drei unterstellte indigene Soldaten am Grenzposten zu Ecuador tötete. Über die Gründe des Unglücks kursieren unterschiedliche Versionen. Offiziell wurden die drei Indianer beim Plündern des Vorratslager für Lebensmittel ertappt und vom Offizier erschossen. Inoffiziell gibt es zwei weitere Versionen. Version 1 spricht von einem Fest und Saufgelage der Soldaten, die Indianer vergewaltigen den betrunkenen Offizier, dieser rechnet mit ihnen ein paar Tage später ab und tötet sie, während sich die Indigenen im Fluss baden. Version 2 handelt davon, dass sich Offizier und Indianer nicht „riechen“ konnten, dieser die Indianer schlecht behandelte, eines Tages schlugen die Indianer den Offizier und fesselten ihn, er befreit sich und tötet die drei Indianer.

Weitere Vorfälle jüngster Vergangenheit ereigneten sich im Oktober 2014. Im Distrikt Rio Cenepa (Haupstadt Huampani) und der Provinzhauptstadt Santa Maria de Nieva werden bei Regionalwahlen vor Verkündigung der Ergebnisse die Wahllokale gewaltsam gestürmt. Die Wahlurnen werden verbrannt und die Wahlbehörde am Verlassen des Dorfes gehindert. Die Wahl wird im Jahr 2015 wiederholt. Im Februar 2013 wurde ein deutscher, allein reisender Radtourist auf einer abgelegenen Straße nahe einer Indianergemeinde in der Provinz Condorcanqui tot aufgefunden. Es wird von einem Raubmord ausgegangen.

Visual Voyage – Die Reise in Bildern

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Landkarte

Klicke auf die Landkarte, um eine detaillierte Ansicht in google maps zu sehen.

Condorcanqui - Peru
1 – Jaen, 2 – Bagua (Chica), 3 – Santa Maria de Nieva, 4 – Puerto Galilea

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Fact Box

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Die Fact Box liefert für die einzelnen Stationen der Reise kurze und prägnante Fakten.

Reisedatum

  1. Dezember 2014 – 18. Dezember 2014

Reiseroute

Lima

Hauptstadt von Peru. 154 m. Zwischen 9 und 10 Millionen Einwohner

Jaén

Provinzhauptstadt. (Bundesland Cajamarca). 740 m. > 100.000 Einwohner

Bagua (Chica)

Provinzhauptstadt. (Bundesland Amazonas). 420 m. > 25.000 Einwohner

Santa Maria de Nieva

Provinzhauptstadt. (Bundesland Amazonas): 230 m. > 3.000 Einwohner

La Poza (Puerto Galilea):

Distriktshauptstadt. (Bundesland Amazonas): 480 m. > 1.000 Einwohner

Und Retour.

Wechselkurs (Dezember 2014):

1 Euro = 3,60 Peruanische Nuevos Soles

Text und Fotos: Michael Stöger

Finde weitere Stories von Michael Stöger und Südamerika unter diesem Link: https://rundenreisen.org/autoren-runden-reisen/

Finde das eBook von Michael Stöger „Abenteuerpfade in Peru“ auf Amazon: http://www.amazon.de/gp/product/B00QOCC8PI

Autor: Andreas Lehner

Andreas Lehner ist 1978 in Linz, Oberösterreich, geboren. Lehner lebte und arbeitete bisher in Wien, Lima (Peru), Zürich und aktuell in Berlin.

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